Tierischer Besuch

Wir genießen unseren Vormittag im Camp. Die meisten Anderen fahren auf Safari in den Park…

Doch gegen 13:30 Uhr meldet der männliche Teil des Teams Elefanten unterhalb von uns…

Der Fluss hat einen sehr niedrigen Stand und somit haben die Tiere genug Platz. Sie kommen aber recht dicht nach oben, da hier ein bisschen Grünzeug wächst.

Dann kommt die Elefantenmama mit ihrem Kleinen auf den Platz. Es ist, als ob jeder die Luft anhält. Keiner bewegt sich, alle schauen fasziniert zu…

Auch die anderen Elefanten folgen. Wir sitzen und stehen bei einem der überdachten Sitzgelegenheiten und ein Elefant kommt ganz dicht an uns vorbei…

Der Herzschlag geht schon etwas schneller, gerade wenn vor ein paar Minuten noch etwas Ärger zwischen den Tieren geherrscht hat.

Es dauert eine ganze Weile bis alle weiter gezogen sind. Dann macht sich der weibliche Teil des Teams zu dem zum Camp gehörendem Wasserloch auf. Matschloch trifft es vielleicht besser. Zum Teil ist es recht schwierig und anstrengend für die großen Dickhäuter wieder aus dem Schlamm raus zu kommen.

Hier kann man auch ebenerdig die jeweiligen Tiere beobachten. Eine ganz neue Perspektive.

Von hier aus kann man dann auch erkennen, dass es kein Stein ist, der da im Wasser liegt, sondern ein Nilpferd!

Verschiedene Vögel sind zu bewundern

und dann kommt noch eine Bande Paviane vorbei…

Wenn man so nah und versteckt Bilder machen kann, kommen auch schon mal Detailfotos zu Stande.

Obwohl, oder vielleicht weil wir nicht im Park waren, ein aufregender Tag.

Wir treffen noch auf ein deutsches Paar mit Mietwagen. Sie berichten uns von der Nebenstrecke, welche wir auch schon geplant hatten zu fahren und bestätigen uns nochmal, dass es auch für unseren Lkw kein Problem sein sollte.

Am nächsten Morgen machen wir uns dann auf den Weg. Wie geplant nehmen wir die Nebenstrecke. Es lässt sich schön fahren und wir können die Wälder betrachten, welche durch die Elefanten geprägt sind.

Tatsächlich entdecken wir auch einen…

Auf einer großen Lichtung halten wir an. In der Ferne sind Elefanten zu sehen, unter Palmen!

Leider sind die Bilder durch das Hitzeflimmern nicht ganz so schön.

Wir trinken Kaffee und immer mehr Tiere tauchen auf. Unter anderem ein paar Wasserböcke.

Schließlich brechen wir wieder auf und genau vor uns wirbelt ein „Staubteufel“ über den Weg.

Immer wieder können wir hochgewirbelte Blätter in der Luft sehen…

Wir kommen durch kleine Siedlungen

Kirche

vorbei an abgeernteten Baumwollfeldern.

Und während wir so gemütlich dahin fahren, stellt der männliche Teil des Teams fest, dass Beule seinen Maximaldruck nicht mehr erreicht.

Zur Erklärung: Der Lkw baut Druck auf und bei erreichtem Maximalwert bläst er ab (wir sagen dazu „Beule pupst“). Erstmal kein Problem, wir können damit fahren, doch der Kompressor schaltet sich nun nicht mehr ab und versucht halt den Maximaldruck zu erreichen. Dafür ist er aber nicht ausgelegt, kann heiß werden und kaputt gehen. Den Druck brauchen wir, damit wir bremsen können! Ist gar kein Druck mehr da, stellt sich die Handbremse fest und wir können nicht mehr fahren. Deshalb muss der Fehler möglichst schnell behoben werden.

Wir halten also am Rand an und es wird ein erster Blick unter den Lkw geworfen. Auf die Schnelle ist nichts zu sehen und zu hören. Wir starten unseren Zusatzkompressor und hören es dann zischen… Die undichte Stelle wird an einer Verschraubung lokalisiert. Doch nun die Überlegung: wir stehen hier irgendwo im Nirgendwo ohne mögliche Ersatzteilversorgung. Noch können wir gefahrlos weiterfahren. Sollte die Ursache ein Haarriss im Metallrohr an der Verschraubung sein und der Schaden vergrößert sich beim Nachziehen der Verschraubung, dann wären wir hier erst einmal gestrandet.

Doch es hilft nichts, vorsichtig wird mit dem Schraubenschlüssel die Verschraubung getestet… Und siehe da, sie ist sehr lose. Wir entscheiden uns dafür, das Risiko einzugehen und ziehen die Verschraubung fest! Es hat geklappt, es ist wieder alles dicht. Wahrscheinlich hat sich die Mutter durch die ganzen Rüttelpisten nach und nach gelöst! Aufatmen, weiterfahren…

Zurück auf Asphalt bekommen wir auch gleich wieder die tollen Spurrillen zu sehen

kombiniert mit vom Lkw gefallenen Granitblöcken.

Die zweispurige Brücke darf nur von jeweils einem Fahrzeug befahren werden,

was auf dem Schild handschriftlich vermerkt ist

und auf der anderen Seite kontrolliert wird!

Welcome to Africa!

Vorbei an Straßenständen mit Fisch

kommen wir der Hauptstadt immer näher.

Holzkohle

Der Verkehr wird dichter.

Die Fahrbahn verengt sich von zwei auf eine Spur, jeder will so schnell wie möglich vorwärts kommen. Rechts neben uns will sich noch ein Pkw an uns vorbei drängeln, in eine Lücke vor uns, die es gar nicht gibt. Er zieht trotzdem nach links und wir hören es nur krachen. Der Fahrer lenkt seinen Wagen wieder nach rechts und fährt noch ein paar Meter auf einem unbefestigten Weg weiter, bis er anhält. Er steigt aus und begutachtet seinen Wagen. Das zuvor noch gut aussehende Fahrzeug hat eine schöne Delle im Seitenteil. Der weibliche Teil des Teams hat schon starke Bedenken, dass es nun zu einer großen Auseinandersetzung kommt. Doch wir folgen einfach weiter dem Verkehr und der Pkw Fahrer sieht von selbst ein, dass er einen Fehler gemacht hat. Auch das ist Afrika!

Am Straßenrand wird noch kurz ein Schläfchen gehalten,

bis es kurz danach anfängt zu regnen.

Die Straße ist rutschig und es bilden sich weiße Streifen, wo die Fahrzeuge lang fahren…

Am Nachmittag erreichen wir dann endlich unser Ziel. Dylan, ein Privatmann mit großem Grundstück, erlaubt Reisenden wie uns für kleines Geld auf seinem Grundstück zu stehen.

Was für ein Glück das für uns ist, stellen wir erst später noch richtig fest!

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