Wir schreiben den 14.Oktober des Jahres 2025… Es war einmal ein Paar, welches sich aus Deutschland ein Paket nach Sambia in die Hauptstadt hat senden lassen. Sie haben gewartet und gewartet und hätten sie auf DHL gehört und sich auf sie verlassen, sie würden immer noch in Sambia stehen. Sie sind noch nicht gestorben, aber sie warten auch nicht mehr. Die Reise konnte weiter gehen!
Aber von Anfang an.
Wir richten uns bei Dylan auf dem Grundstück ein. Auch hier haben wir es mit wilden Tieren zu tun… Kampfschmuser


und wilde Katzen.
Der schwarze Labrador heißt Rocky, etwas seltsam für uns, da unser erster Vierbeiner auch so hieß. Wir taufen ihn für uns einfach um und nennen ihn nur noch „Ñuul“, was in der Sprache Wolof im Senegal „Schwarzer“ heißt.
Es gibt viele kleine Gottesanbeterinnen



und als wir den Rasenmäher hören, trauen wir unseren Ohren und Augen kaum. Rasenmäher haben wir ja schon ewig nicht mehr gesehen und gehört…
Es gibt Probleme beim deutschen Zoll. Das Paket wird auf Gefahrenstoffe kontolliert…
Also fahren wir nach einer Woche einkaufen und wegen Stau sind wir kleine Umwege gefahren.



Zur Zeit werden die Abläufe frei geschaufelt und dann stapelt sich der Dreck daneben.


Die Batterien der Spielzeugautos werden mit Solar aufgeladen…
Im China-Laden gibt es Ersatz-WD40 zu kaufen. Allerdings ist der Geruch so schlecht, dass uns auch der günstige Preis nicht locken kann.
Wir kaufen ein Krokodil, ein seltenes „Breitmaulkrokodil“ und verspeisen es.
Ansonsten versuchen wir die Wartezeit irgendwie zu füllen und schwitzen bei täglich um die 35°C.
Täglich kontrolliert der weibliche Teil des Teams den Sendungsstatus bei DHL… Am 25.10.25 dann endlich die Meldung, dass das Paket mit Flug ET873 abgeflogen ist.


Schnell werden die Flugdaten gegoogelt und das Paket sollte Samstag landen. Dann können wir wohl spätestens Dienstag oder Mittwoch das Paket im Hauptlager abholen. Endlich!
Doch es tut sich nichts. Der Status verändert sich nicht… Der erste Anruf bei DHL in Deutschland erfolgt. Wir werden beruhigt und uns wird versichert, dass es kein Problem gibt.
Im Paket enthalten ist unser Anschluß-Carnet de Passage, also im Prinzip der Pass für unser Fahrzeug. Das erste Dokument läuft im November aus. Auch neigen sich unsere 4 Wochen Aufenthalt in Sambia dem Ende entgegen.
Auf der Lumumba Road fahren wir also zur zuständigen Behörde und bekommen zum Glück ohne große Probleme weitere 4 Wochen Aufenthalt.
Erneut telefonieren wir mit DHL in Deutschland, schildern das Problem und die Dringlichkeit. Wieder werden wir beruhigt, zum „Chef“ durchgestellt und uns wird versichert, dass nach dem Paket Ausschau gehalten wird. Doch auch in den nächsten Tagen tut sich nichts.
Wir stehen mittlerweile 3 Wochen in Lusaka. Nächster Anruf…
Von einer Suche nach dem Paket will man hier nichts wissen, außerdem ist es dafür noch viel zu früh. Wir sollen trotzdem mal online einen Antrag stellen und eine E-Mail schreiben. Doch auch das hilft nichts… Im Moment müssen wir einfach warten!





So lang an einem Ort standen wir schon lange nicht mehr… So langsam bricht der Lagerkoller bei uns aus. Da bekommen wir eine Einladung von Lyndon, einem Freund von unserem Gastgeber. Er besitzt eine Lodge am Kafue Nationalpark. Normalerweise erlaubt er kein Camping dort, doch da jetzt Ende der Saison ist und keine Gäste vor Ort, dürfen wir dort stehen und mal andere Luft schnuppern.
Das nehmen wir doch gerne an!
Am Morgen begrüßt uns dann „Ñuul“ mit zugeschwollenem Auge. Später erfahren wir, dass er in der Nacht, keine 10 Meter von Beule entfernt, eine große, schwarze Speikobra erlegt hat! Krass! Zum Glück behält er keine bleibenden Schäden.
Auf dem Weg zur Lodge kommen uns mal wieder einige Lkws entgegen, die einfach „schief“ laufen. Es sieht auf den Bildern so aus, als ob er gerade die Richtung wechselt, aber eigentlich fährt er gerade aus. Wahrscheinlich ist die hinter Achse lose und lenkt je nach dem nach rechts oder links…


Leider auf den Bildern nicht so schön zu erkennen.


Die letzten Kilometer fahren wir auf Piste… In der Regenzeit ist hier schon der Eine oder Andere stecken geblieben.
Hier lässt es sich doch aushalten…
Kaum angekommen, entdecken wir auch schon ein Krokodil
und können einen Kingfisher beobachten.


Wir hatten hier ordentliche Gewitter,





aber auch viel Sonnenschein.


Bushbucks kommen hier täglich vorbei





und ansonsten kann man Vögel beobachten.






Ab und zu bekommt man auch Nilpferde oder ein Krokodil vor die Linse…


Lyndon macht uns einen guten Preis und wir gehen mit Martin auf Safari in den Kafue NP.
Um 4:30 Uhr machen wir uns auf den Weg, das Auto mit Elefantenkacke gegen die Tsetsefliegen ausgestattet…


Leider war unsere Kacke feucht und hat nicht gebrannt/ gequalmt und so hat der weibliche Teil des Teams jede Menge Stiche kassiert… Aber andere Safariautos im Park hatten auch solche Kübel an ihren Autos hängen, anscheinend hilft es tatsächlich!


Es dauert eine gute Stunde bis wir das Eingangstor erreichen.
Doch wir sehen wieder kaum Tiere…
Ein paar Antilopen




ein paar Vögel




Nilpferde und Krokodile…


Wir hören weibliche Zikaden in den Bäumen, die nach den Männchen rufen. Ein wirklich lautstarkes Erlebniss
und sonst nichts, nichts, gar nichts…
Auch Martin wird langsam unruhig, da wir keine Tiere zu Gesicht bekommen. Wir machen eine kleine Frühstückspause
und suchen dann weiter…
Und endlich entdecken wir zwei männliche Löwen in einem Wasserloch, die abwechselnd an einem toten Nilpferd knabbern.


Marabu und Geier warten schon, dass sie auch mal ran dürfen…


Geschätzt liegt das Nilpferd schon 3-4 Tage dort im Wasser. Getötet wahrscheinlich bei einem Kampf mit einem Artgenossen. Für die zwei Löwenmännchen ist dieser Fund, laut Aussage von Martin, wie Weihnachten. Eigentlich jagen nämlich die Weibchen, deshalb ist es ein Glück für die Zwei, da sie ohne Rudel sind. Doch es ist nicht leicht sich hier satt zu fressen. Die Haut eines Nilpferdes ist 5-6 cm dick, am Kopf etwas dünner. Deshalb haben selbst die Löwen Probleme sich dort durchzubeißen!



Achtung!
Die folgenden Bilder und das Video zeigen Nahaufnahmen und kann für den Einen oder Anderen eklig sein!





In der folgenden Woche hat uns dann nachts noch ein Löwe auf dem Grundstück der Lodge besucht. Leider haben wir ihn nicht selbst gesehen, sondern nur seine Fußabdrücke im Matsch am nächsten Morgen.





Spannend…



















