Wir warten immer noch…

Wir haben ein bisschen die Gegend erkundet,

immer mit der Mahnung von Martin, auf Elefanten zu achten! Die Löwen sind wohl nicht das Problem, sie gehen Menschen aus dem Weg. Elefanten hingegen gehen zum Angriff über, wenn sie sich erschrecken oder bedroht fühlen.

Wir haben also die Hütten der Angestellten besucht, Frauen gibt es hier keine, das macht nur Ärger…

2 Angeln

und einen „Leberwurstbaum“ begutachtet. Er trägt diesen Namen, weil die Früchte aussehen wie Leberwürste… Ist aber wohl nur für Deutsche ein Begriff.

Alle Versuche Gemüse oder Bananen anzubauen scheitern, da die Elefanten schneller alles auffressen, als es wachsen kann…

Wir haben ganz in der Nähe große Knochen und den dazugehörigen Haufen entdeckt.

Ein paar große Greifvögel kamen zu Besuch

Greifvogel beim Start…

und dann waren ein paar Elefanten in der Nähe…

Wir sind ihnen ein Stück mit der Drohne gefolgt.

Es sind keine Tiere zu Schaden gekommen und sie haben sich offensichtlich auch nicht gestört gefühlt.

Nach knapp 2 Wochen machen wir uns wieder auf den Weg nach Lusaka.

An der Stadtgrenze kommen wir in eine normale Polizeikontrolle und stellen fest, dass mittlerweile auch unsere Versicherung für Beule abgelaufen ist… Wir müssen eine Strafe zahlen und bekommen eine Quittung dafür. Keine Frage, so ein schönes „Knöllchen“ hatten wir auch noch nicht!

Wir gehen noch schnell einkaufen und stellen immer wieder fest, dass Jägermeister wirklich international ist! Hasenrache kannten wir allerdings auch noch nicht…

Auch hier ist alles im Weihnachtsrausch, inklusive der allseits bekannten Lieder „last Christmas…“

Tiefkühlpizza gibt es auch zu kaufen und alle möglichen Geräte werden an der öffentlich zugängigen Steckdose geladen…

Und wenn die Werkzeuge schon im Laden verrostet sind, weißt du, dass du in Afrika bist!

Zurück auf dem Grundstück von Dylan werden wir von „Ñuul“ begrüßt

und am nächsten Tag (Dienstag 19.11.25) ist mal wieder ein Anruf bei DHL fällig!

Doch was der weibliche Teil des Teams da zu hören bekommt, schlägt dem Fass den Boden aus.

Angeblich ist das Paket in Lusaka auf dem Flughafen, ist aber vom Zoll wegen Gefahrengut nicht freigegeben worden und geht Ende der Woche zurück nach Deutschland… Unfassbar!

In Tränen aufgelöst, vor Entsetzen und Wut, sucht der weibliche Teil des Teams den Partner und unseren Gastgeber auf. Kurze Schilderung der Lage und Dylan telefoniert ein wenig herum…

Ergebnis: Das Paket ist gestern (Montag) in Lusaka angekommen und morgen wird es hierher aufs Grundstück gebracht! Wir können es nicht glauben und werden es auch erst glauben, wenn wir es in den Händen halten.

20.November 2025

Es ist nicht nur der Geburtstag des männlichen Teils des Teams, es ist so viel mehr… Das Paket wird tatsächlich mit einem Motorradboten geliefert!

Was für ein Geburtstagsgeschenk! Wir stoßen schon um 11:00 Uhr am Vormittag mit einem Bier auf diesen Tag an…

Übrigens haben wir am 18.12.24 per Mail mitgeteilt bekommen, dass unser Paket leider nicht aufzufinden ist und wir eine Ersatzzahlung erhalten sollen… Wir haben gar nicht mehr darauf reagiert!

Schließlich starten wir am Samstag wieder Richtung Süden. Endlich geht es weiter!

Riesige Lkws sind unterwegs und auch wir fahren vorsichtshalber auf die Kontrollwaage, bevor wir noch eine Strafe kassieren… Aber wir werden bei jeder Waage immer durchgewunken!

Wir schaffen ein paar Kilometer, wobei die Wassertemperatur von Beule leicht erhöht ist. Deshalb suchen wir uns früher als gewöhnlich einen Platz in einem Seitenweg. Direkt neben dem Weg bleiben wir stehen, da wir annehmen, dass wir hier recht alleine sind. Der männliche Teil des Teams stellt den Motor ab und beim Aussteigen sieht er Wasser aus dem Motorraum laufen. Nach dem Öffnen der Motorhaube ist klar, dass das Wasser aus der Wasserpumpe läuft. Eindeutiges Anzeichen für eine kaputte Wasserpumpe… Das war eine Punktlandung! Denn mit dem Paket aus Deutschland ist auch unsere alte Wasserpumpe mitgekommen.

Wir stehen natürlich nicht wie gedacht irgendwo alleine. Eine Frau mit Tochter lässt sich kurz darauf blicken. Da wir den Platz am nächsten Tag benötigen, um die Pumpe zu tauschen, gehen wir diesmal in die Offensive. Wir stellen uns und unser Problem vor. Sie begrüßt uns auf ihrem Land, auf ihrer Farm und versichert uns, dass wir hier sicher stehen, solange wir das möchten. Später kommt auch noch ihr Mann vorbei und begrüßt uns ebenfalls sehr herzlich.

Die Beiden stellen sich als Judith (48) und Lewis (50), mit ihrer zwölfjährigen Tochter, ihrem Sohn (20) und ihrer neunzehnjährigen Tochter mit zweijährigem Sohn, vor. Sie leben auf ihrem Grundstück von 450 Hektar. Auf ihrem Land leben noch andere Familienmitglieder und zusammen bewirtschaften sie ein Teil des Grundstücks.

Wir verbringen eine ruhige Nacht und beginnen am nächsten Tag mit dem Wechsel der Wasserpumpe.

Da wir ja direkt am Weg stehen, bleiben wir nicht lang allein. Der ein oder andere bleibt stehen, schaut zu oder in kleiner Gruppe wird sich ausgetauscht…

Hilfe wird angeboten, die wir dankend ablehnen. Wir lernen sogar den Cousin des Präsidenten kennen… Laut seiner Aussage!

Wir müssen die Dichtung für die Pumpe selbst aus unserem Dichtungspapier ausschneiden und dann kann auch schon der Zusammenbau wieder beginnen.

Schließlich war es ein erfolgreicher Tag und die Wasserpumpe ist gewechselt, alles ist dicht und wir sind wieder fahrbereit.

Nach einer zweiten ruhigen Nacht besuchen wir noch unsere Gastgeber. Wir bringen ein paar Lebensmittel und für die Kinder Spielzeugautos mit.

Wir bekommen eine kurze Führung über den von Hand bestellten Acker

und dürfen einen Blick in ihr Häuschen werfen. Zwei Räume, der eine dient als Schlafzimmer (den haben wir nicht gesehen) der andere wohl als Wohnzimmer. Eine Couch nimmt eigentlich den gesamten Platz ein. Gekocht wird draußen unter einem Dach.

Dann starten wir auch schon wieder durch. Margaret und Marcus aus Südafrika, die wir von unserem Besuch in Livingstone her kennen, haben uns zu sich eingeladen. Sie sagen, dass ab dem 15. Dezember in Südafrika Hochsaison herrscht. Die großen Ferien beginnen und viele Geschäfte schließen bis ins neue Jahr. Der Verkehr soll drastisch zunehmen und es wäre nicht mehr sicher auf den Straßen… Wir sollten uns also beeilen.

Also übernachten wir noch einmal in Livingstone, können diesmal den „wahren“ Zebrastreifen fotografieren

und treffen einen anderen Kurzhauber.

Am nächsten Tag überqueren wir die Brücke über den Zambezi.

Ohne Probleme wird unser abgelaufenes Carnet de Passage abgestempelt. Auch der abgelaufene Reisepass vom weiblichen Teil des Teams wird ausgestempelt, ohne das es jemand bemerkt. Es gibt auch keine Probleme, als wir die nette Dame darauf hinweisen, dass wir nun noch einen Ausreisestempel im neuen Pass brauchen. Alles erledigt.

Wir reisen nach Botswana ein!

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