Immer noch wunderschön und doch verlassen wir Peloponnes fast fluchtartig…

Auf dem Weg zur Südspitze der Mani (des Mittelfingers), zum Kap Tenaro, werfen wir einen Blick auf die zum Teil verlassene Stadt Vàthia.

Am Ende der Strasse dürfen wir wieder die herrlichen Farben des Wassers bewundern. Die Farben Griechenlands, Weiß und Blau… wir verstehen immer mehr, warum!

Die kleine Wanderung zum Leuchtturm war auch sehr schön, wobei wir wieder mal feststellen mußten, dass unser 15jähriger Ole nicht mehr ganz so geländegängig ist. Leider hat er das auch noch nicht verinnerlicht!

Zur Belohnung sind wir ins Restaurant vor Ort Essen gegangen, obwohl, so kann man es eigentlich nicht nennen. Das Angebot war recht eingeschränkt, einiges gab es nicht und das Kilo Fisch zu 52,-Euro war uns zu teuer… Also gab es 2x Pommes und eine Portion Tzaziki.

Da wir die Nacht schon wie die Ölsardinen in der Büchse auf dem Parkplatz mit anderen WoMos verbracht haben, zog es uns auch gleich weiter. Immer wieder herrliche Ausblicke auf das Meer begleiten uns ständig.

Auf unserem weiteren Weg zum rechten Finger kommen wir an einem Schiffswrack vorbei, finden eine leider tote, große Wasserschildkröte in einem Netz verfangen und entdecken Spuren von Schildkröten im Sand, die zur Eiablage am Strand waren.

Und dann sucht der männliche Teil des Teams einen Stellplatz raus…

Die Offroad-Strecke war recht abenteuerlich, dafür die Bucht am Ende sehr ruhig und einsam.

Hier ein kleines Video von unserer Abfahrt nach 3 Tagen Aufenthalt.

Wir merken deutlich, dass die Temperaturen stetig steigen. Sobald die Sonne am frühen Morgen auftaucht wird es richtig warm. Deshalb machen wir uns schon um 5:30 Uhr auf den Weg zum versteinerten Wald am Ende des rechten Fingers. Wir sind vor 8:00 Uhr angekommen, doch es ist schon so drückend heiß, dass uns der Schweiß nur so läuft, als wir die Küste mit ihren Versteinerungen in Augenschein nehmen.

Da half nur eins: Versteinerungen mal Versteinerungen sein lassen, Badesachen an und rein ins kühle Nass.

Nachmittags traut sich der weibliche Teil des Teams nochmals ins Freie, um diese beeindruckenden Bilder zu machen.

Da an diesem Ort Camping ausdrücklich verboten ist, haben wir die Nacht auf einer Anhöhe verbracht. Leider ist auch hier die Temperatur über Nacht nur auf 28°C gesunken. Zu warm für unseren Ole. Der männliche Teil des Teams war gefordert und hat ihm eine Klimaanlage gebaut. Funktioniert und allen geht es besser.

Zurück zum Meer kommen wir am Kloster Elona vorbei, welches an den Fels gebaut ist.

Durch kleine Dorfstraßen, an der Küste entlang zum nächsten Stellplatz. Am Horizont, im Dunst fast verschwunden, sieht man den Daumen von Peloponnes. Doch den sollen wir dieses Mal wohl noch nicht unter die Räder bekommen.

Morgens um 4:30 Uhr noch der Vollmond und kurz danach der Sonnenaufgang bei 26°C. Fast die einzige Gelegenheit noch, um mit dem Vierbeiner Spazieren zu gehen. Ihm ist zu heiß! Er buddelt sich Löcher, um sich zu kühlen. Mit Wasser nass machen mag er nicht mehr und muss es doch ertragen… Er fängt an zu torkeln, wir handeln.

Wir buchen die nächste freie Fähre mit Camping an Bord, es wird Patras – Bari. Im Schnelldurchlauf geht es hoch ans Meer in die Nähe von Patras. Wir erwischen ein nettes Fleckchen, Ole geht baden und es geht ihm wieder ganz gut. Haben wir überreagiert? Aber nein! Er weigert sich mit allen Vieren ins Fahrzeug zu steigen und der weibliche Teil des Teams verbringt die Nacht mit ihm draußen. Er kann endlich wieder mal schlafen, dass ist es den Muskelkater, die Übernächtigung und die vielen Mückenstiche wert! Am Abend geht es auf die Fähre, doch selbst auf dem Meer gibt es keine Abkühlung. Die Temperatur von 28°C klebt förmlich fest, drinnen wie draußen. Diesmal verbringt der männliche Teil des Teams die erste Hälfte mit Ole draußen auf Deck, doch irgendwann wird es zu viel und sie machen es sich beide im Bett bequem. Da unser Vierbeiner in diesem Moment die oberste Priorität für uns hat, ist es selbstverständlich, dass sich der weibliche Teil des Teams einen anderen Schlafplatz sucht. Der Fußboden, die Vordersitze, schlafen am Esstisch und auf der Sitzfläche sind nicht wirklich bequem und auch nicht erholsam, aber was solls! Am frühen Morgen will Ole wieder raus und so wird der Platz im Bett frei und 2-3 Stunden Schlaf können aufgeholt werden.

In Bari angekommen geht es direkt auf die Autobahn Richtung Norden.

Selbstverständlich haben wir vorher die Temperaturen in angrenzenden Ländern abgeklärt… Es war nirgends wirklich kühler. Wir haben es in den Bergen versucht, Fehlanzeige. Das nächste Land mit kühlen Temperaturen war die Schweiz. Auf gehts. Mit noch einer Übernachtung in Italien, wo wir übrigens noch Sylvia und Matthias mit Hund Laika getroffen haben und uns super nett unterhalten haben, ging es am nächsten Tag schon in die Schweiz und auf den Gotthard-Pass.

Team Beule extrem: Samstag 17:00Uhr noch auf Peloponnes bei 35°C und mehr und am Montag 18:00 Uhr schon auf dem Gotthard-Pass in 2091m Höhe im Schnee bei 17,2°C Außentemperatur, Tendenz fallend…

Die anderen Camper denken bestimmt wir sind bekloppt. Alle sind dick eingemummelt, es ist recht windig und wir haben alle Fenster offen zum Lüften. Wir wollen die 27,6°C endlich aus dem Koffer bekommen. Ole hat schon einen Spaziergang gemacht und es geht ihm richtig gut. Er hat schon wieder im Schnee gespielt!

ALLES RICHTIG GEMACHT!

Nachdem es dem Hund nun wieder besser geht, die zweite Nacht hier oben bei 3°C doch recht frisch war, machen wir uns wieder auf den Weg. Wir haben uns nun dafür entschieden, da wir ja eh schon soweit im Norden sind, wieder mal in Deutschland vorbei zu schauen.

So sind wir dann am Mittwoch wieder in Deutschland angekommen, haben mittlerweile schon die Eltern besucht, erste Gartenarbeiten verrichtet, Beule durch den TÜV gebracht, Freunde besucht und die erste Spritze der Covid-Impfung abgeholt. Die der weibliche Teil des Teams gar nicht so gut weggesteckt hat… Ole war bei seinem Tierarzt, alles soweit gesund, er ist halt eben schon seine 15 Jahre alt…

Wie es weiter geht…? Keine Ahnung. Wir machen erst mal keine Pläne, die zweite Spritze steckt im Arm, das neue Projekt: „Rostvorsorge Windschutzscheibe“ wurde gestartet und dann sehen wir weiter… Es treibt uns ja keiner, so weit wir das wissen, haben wir Zeit…

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