Rom, die ewige Stadt, bis hin zum Vesuv

Jetzt zieht es uns nach Rom. Obwohl in den Medien verkündet wird, dass Rom besonders betroffen ist von Covid19, entscheiden wir uns nach gutem Überlegen für einen Besuch. Auch Insider aus Rom empfehlen uns Rom nicht auszulassen, weil es einmalig ist, Rom mit seinen Sehenswürdigkeiten fast für sich allein zu haben. Am „Strand“ von Civitavecchia planen wir unsere Städtetour, mit dem Fahrrad.

Denn eins ist klar, mit öffentlichen Verkehrsmittel geht für uns gar nicht, da wir unseren Ole ja dabei haben und alleine bleiben soll er in Beule auch nicht. Auch wissen wir, dass wir mit Ole in viele Sehenswürdigkeiten vielleicht nicht rein dürfen, doch auch das stört uns nicht… Da war doch was, ach ja Kulturbanausen!

Die ganze Vorfreude auf Rom wird nur durch eine traurige Nachricht aus der Heimat getrübt. Die Oma des weiblichen Teils des Teams ist im stolzen Alter von 96 Jahren verstorben. Traurigkeit erfüllt uns, aber auch Dankbarkeit, dass ihr Wunsch von einem friedlichen Einschlafen erfüllt wurde. Wir nehmen hier in Italien, allein für uns, Abschied. Die Überlegung einer Heimreise wird im Keim erstickt, da wir in Deutschland für 14 Tage in Quarantäne müssten, weil wir aus dem Risikogebiet Italien kommen.

Da die Situation auch in Italien immer brisanter wurde, hat die Regierung beschlossen, alle Museen und Sehenswürdigkeiten zu schließen, um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Mehr oder weniger durch Zufall haben wir es geschafft und waren einen Tag vor den Schließungen in Rom.

Wir, also eigentlich überwiegend der weibliche Teil des Teams, hatten uns 8 Ziele ausgesucht. 1. Das Kolosseum 2. Die von Römern sogenannte „Schreibmaschine“ 3. Der Trevi-Brunnen 4. Die Spanische Treppe 5. Die Engelsburg 6. Der Petersplatz mit Petersdom 7. Die Piazza Navona und 8. Das Pantheon. Ausgangspunkt war ein kleiner „Campingplatz“ der zu einer Werkstatt gehört, in zentraler Lage für 20,- Euro die Nacht. Alle Ziele im Navi gespeichert, auf Fahrrad umgestellt und los ging unsere Städtetour.

1. Ziel Kolosseum

Vorbei geht der Weg an anderen Ausgrabungen…

2. Ziel Piazza Venezia mit der „Schreibmaschine“

Eine kleine Gasse auf dem Weg zum nächsten Zielpunkt.

Leider im Bild nicht zu erkennen, in der Schüssel auf der weißen Tischdecke waren verschiedene Nudelsorten dekoriert und überhaupt hat es sehr einladend ausgeschaut

3. Ziel Trevi-Brunnen

Beweisfoto, wir waren wirklich da

4. Ziel Spanische Treppe

Die Hälfte der Ziele sind erreicht, Ole muss mal aus dem Anhänger raus, Beine vertreten…

Keine Ahnung was es für ein Gebäude ist, aber Ole hat den Weg am Tiber genutzt…
Pinocchio in allen Größen

5. Ziel Engelsburg mit Engelsbrücke

Im Hintergrund ist schon der Petersdom zu erkennen

Wir sind nun schon eine Weile unterwegs und es kommt Hunger auf… Wir haben gelernt, dass es hier die Pizza nicht nur in Restaurants sondern auch in Bäckereien gibt. Wenn „Forno“ dran steht, sogar aus dem Holzofen. Sie wird in Streifen gebacken und nach Kilopreisen abgerechnet. Einen Blick entlang der Straße gegenüber der Engelsbrücke geworfen und siehe da, ein Schild mit „Forno“. Ein Wunsch des männlichen Teils des Teams: Pizza essen in Rom! Check!

Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Vatikanstaat.

Ein Blick von der Engelsbrücke auf die Kuppel vom Petersdom

6. Ziel Petersplatz mit Petersdom

Mit Blick auf den Dom
Blick vom Dom auf den Platz
Das waren nur ein paar Bilder von draußen…

Der größte Dank des Tages geht an den männlichen Teil des Teams mit dem dazugehörigen Vierbeiner! Sie haben sage und schreibe eine gute Stunde auf dem Platz ausgeharrt, während der weibliche Teil des Teams „nur mal einen schnellen Blick“ in den Dom werfen wollte…

Die Zeit ging aber auch so schnell um…

Und jetzt geht es rein, in den Dom!

Schweizergarde, natürlich mit Mundschutz
Blick zum Altar
Blick zur Tür

Und wieder draußen… wow, schon beeindruckend
Nochmal ein Beweisfoto, dass wir wirklich dort waren

Nachdem die Stimmung beim männlichen Teil des Teams nun schon ein wenig am schwanken war, liegen noch 2 Ziele vor uns. Also weiter geht es.

7. Ziel Piazza Navona

Weiter geht es, dass letzte Ziel ruft.

8. Ziel Pantheon

Der männliche Teil des Teams hatte schon vor dem letzten Ziel keine Lust mehr, der vierbeinige Teil war auch am Ende, nur der weibliche Teil des Teams war glücklich erfüllt von den ganzen Eindrücken. Zurück zum Campingplatz..

8 Sehenswürdigkeiten, in 5 ½ Stunden, auf einer Strecke von 15,1 km mit Fahrrad und Hundeanhänger.

Was uns an diesem Tag aufgefallen ist, war eine hohe Polizeipräsenz und zusätzlich waren an allen Plätzen von Interesse Militärs mit Feuerwaffen in der Hand. Ob das immer so ist, wir wissen es nicht.

Unser Fazit: Kaum Touristen, keine Warteschlangen und die Personen auf den Bildern sind zum größten Teil Wachpersonal…

Rom zu dieser Zeit war einmalig!

Nach dem Trubel der Stadt stand uns der Sinn nach etwas mehr Ruhe. Also das Navi neu programmiert, Via S. Benedetto in Subiaco, ein Kloster am Hang gebaut.

Das nächste Ziel auf der Liste war nun der Vesuv bei Neapel. Auch hier kommt man wieder nicht am Thema Corona vorbei, da Neapel gerade in den Negativschlagzeilen steht durch gewalttätige Ausschreitungen von Gegnern der Coronamaßnahmen. Aber auch hier entscheiden wir uns für einen Besuch, da der Vesuv nicht im Stadtgebiet liegt und so keine Gefahr besteht dort unter die Räder zu gelangen.

Aber, ich weiß nicht wie ich es schreiben soll… Vielleicht waren wir etwas naiv und wir wissen auch nicht genau was wir uns unter dem „letzten noch aktiven Vulkan auf europäischem Festland“ vorgestellt haben…

Das Ergebnis war zumindest recht ernüchternd bis hin zu enttäuschend!

Dafür war der Blick von oben fantastisch.

Schon auf der langen Zufahrtsstraße nach oben laden verschiedene Stellen zum Verweilen und genießen des Ausblicks ein.

Und bei Nacht fast noch faszinierender…

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…

Der Ausblick ist so faszinierend, dass nicht nur die Touristen hier hoch kommen. Auch viele Einheimische zieht es hier her. Obwohl die Unmengen an verteilten Feuchttüchern nicht unbedingt auf die schöne Aussicht schließen lassen, zumindest nicht auf die Aussicht auf Neapel. Wenn man „Glück“ hat, so wie wir, erlebt man ungewollt am hellichten Tag das „Happy End“ im Nachbarauto live mit…

Und wieder müssen wir uns nach Covid19 richten. Eigentlich wollten wir nach Sizilien, doch Italien ist in farbige Zonen eingeteilt. Für uns ist eigentlich nur die Bewegungsfreiheit interessant, da die Lebensmittelgeschäfte in jeder Zone geöffnet haben. Grün gibt es zur Zeit nicht mehr, gelb bedeutet für uns wir dürfen uns frei bewegen. Kritisch wird es in den orangen und roten Zonen, da hier die Orte und Regionen nicht mehr gewechselt werden dürfen. Mit Sicht auf die Entwicklung im Land, unter Berücksichtigung der Zonen und einem kleinen Umweg, entscheiden wir uns zurück nach Civitavecchia zu fahren und eine Fähre nach Sardinien (gelbe Zone) zu nehmen.

Wir fahren mit dem Schiff von Badman… was soll uns da noch passieren!

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Civitavecchia

Wir haben vielversprechende Bilder gesehen und sind wieder mal freudig gespannt.

Somit sagen wir vorerst, Schiff Ahoi!

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