Sambia, South Luangwa National Park

Wir reisen nun also zum zweiten Mal nach Sambia ein.

Die Grenzgebäude sind groß und relativ neu. Alles wirkt sauber, aufgeräumt und ordentlich.

Im Inneren treffen wir auf eine Reisegruppe, welche mit einem Reise-Lkw unterwegs ist. Wir unterhalten uns ganz nett und auch mit den Grenzbeamten haben wir unseren Spaß. Unsere schlechten Englischkenntnisse sind nicht immer von Nachteil. Der beste Satz vom Grenzbeamten „You made my day!“ Wir haben so viel gelacht…

Da wir unsere Sim Karten meistens behalten, brauchen wir sie jetzt nur neu aufzuladen und haben Internet. Es ist schon wieder dämmerig, aber wir halten trotzdem noch beim „Hungry Lion“ an, um einen Hühnchenburger zu essen…

Wir haben beschlossen, während wir auf unser Paket warten, den South Luangwa Nationalpark zu besuchen. Da wir Zeit haben, fahren wir erst zu einem Platz am Luangwa, wo wir frei stehen wollen. Im Park selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit für uns.

Der Weg wird enger und die kleinen, trockenen Flussdurchfahrten ausgewaschener und tiefer. Kurz vor unserem Platz dann ein relativ hoher Absatz. Der Fahrer fährt ganz vorsichtig bis an den Rand, doch der Lkw rutsch runter. Durch den Schwung, ok und vielleicht auch durch die Höhe, setzen wir mit der rechten Staukiste ziemlich heftig auf. Uppps…

Zum Glück ist nicht weiter viel passiert. Der Inhalt ist unversehrt. Die Box selbst ist verzogen und eingedrückt.

Wir suchen uns ein schönes Plätzchen am Fluss

und trinken erstmal Kaffee. Und wenn es in den ganzen letzten Geschäften keine Filtertüten mehr gibt, dann muss man eben erfinderisch werden…

Am gegenüberliegendem Ufer können wir ein paar Elefanten beobachten.

Etwas weiter weg, auch auf der anderen Seite vom Fluss, sehen wir eine Lodge im kostenpflichtigen Teil des Nationalparks. Kein Camping und die Übernachtung ca 600€!

Schließlich lässt es dem männlichen Teil des Teams keine Ruhe und er nimmt sich der zerknitterten Staubox an.

Ein bisschen mit dem Hammer hier, ein wenig mit dem Wagenheber dort drücken und nach einer Weile sieht die Box wieder ganz manierlich aus. Die Klappe schließt wieder und das Schloss tut auch was es soll.

Oben vorher, unten nachher…

Am Abend bekommen wir noch Besuch von einer Giraffe,

was für ein Tag.

Am nächsten Tag machen wir einen kleinen Spaziergang und stoßen auf Nilpferdknochen

und von Elefanten geschälte Bäume.

Wir beobachten kurz ein Nilpferd mit kaputtem Ohr

und als wir zum Lkw zurück kommen, wird er gerade von Vervet monkeys (Grünmeerkatzen) beäugt.

Ganz schön hoch so eine „Touristenkutsche“…

Sie holen sich die weggeworfenen Mangoschalen…

und freuen sich über Erdnüsse, die wir ihnen abgeben. Natürlich ungesalzen!

Wir beschließen, noch ein bisschen hier stehen zu bleiben, beobachten ein paar Vögel,

ein Krokodil

und Fischer mit ihrem Netz…

Heute war nichts im Netz, aber wir finden es echt mutig hier zu fischen, wenn man weiß, dass es hier Krokodile gibt.

Wir sitzen mal wieder bei einer Tasse Kaffee und schauen aus dem Fenster, als drüben auf der anderen Seite ein Elefant ans Ufer kommt.

Er durchquert den Fluss, kommt auf der Sandbank an und läuft direkt auf uns zu…

Leider nimmt er nach kurzem zögern nicht den Aufstieg direkt vorm Lkw, sondern kommt hinter den Büschen ans Ufer.

Wir lassen zwei Stunden verstreichen und unternehmen einen weiteren Spaziergang. Hierbei entdecken wir große Fußabdrücke auf dem Fahrweg, definitiv nachdem wir hier lang gefahren sind!

Hmm, was das wohl war?

Am Dienstagmorgen um 7:00 Uhr stehen wir dann pünktlich zur Öffnung am Eingangstor zum kostenpflichtigen Teil des Nationalparks. 20 US Dollar pro Person und für den Lkw finden wir durchaus ok, da haben wir ja schon ganz andere Preise gesehen…

Leider gibt es keinen Plan vom Park und auch keine wirkliche Info, wo man am besten Tiere sieht. Allgemeine Auskunft: Am Wasser, beim Fluss. Der Park ist sehr groß, also entscheiden wir uns für eine Richtung und los geht es…

Nach einigem rumkurven ohne Sichtungen, entdecken wir mehrere stehende Safariautos. Doch es ist „nur“ eine Herde Elefanten, relativ dicht am Weg… Das ist der Unterschied zu Langzeitreisenden und Safari-Urlaubern. Eine Elefantenherde reißt uns nicht mehr vom Hocker, es sei denn sie kommen ganz dicht an den Lkw heran. Dazu haben wir in Botswana viel schönere Begegnungen gehabt!

Es ist wie bei den letzten Malen auch schon, wir haben kein Glück mit Tiersichtungen am Morgen.

Wir sehen Antilopen, klar, ein paar Zebras und Elefanten…

Da wir früh aufgebrochen sind, machen wir am Luangwa eine Rast. Aber auch hier sind nur entfernt ein paar schwimmende Krokodile zu sehen.

Das Fahren auf den kleinen Wegen ist anstrengend, und wenn man keine Tiere sieht auch frustrierend… Also beschließt der weibliche Teil des Teams auch mal das Steuer zu übernehmen.

Auf dem Fahrersitz Platz genommen, Zündschlüssel gedreht, nichts… Der Anlasser will mal wieder nicht! Das erste Mal aufgetreten in Ghana, lässt er uns ab und zu mal hängen. Zum Glück ergibt sich das Problem durch warten oder man hilft mit dem Hammer nach. Heute entscheiden wir uns für den Hammer, wir wollen ja noch ein paar Tiere sehen…

Wir treffen auf eine große Gruppe Nilpferde

und müssen wieder umkehren, weil Elefanten auf dem Weg stehen und ihr schlafendes Baby bewachen.

Die Landschaft ist vielfältig…

Wir durchqueren ein größeres, trockenes Flussbett, biegen links ab und entdecken am Wegrand Spuren von haltenden Autos. Ein fast sicheres Merkmal, dass es was zu sehen gibt. Tatsächlich entdecken wir ein schlafendes Löwenmännchen an einem Baumstamm… Nicht wirklich gut zum fotografieren geeignet.

Nach einem erneuten Fahrerwechsel fahren wir in einen Weg der nicht weiter geht, dafür sehen wir eine Giraffe in den Büschen…

Um 17:30 Uhr müssen wir den Park wieder verlassen. Nach der Hälfte der Zeit machen wir also nochmal eine Pause und drehen dann frustriert um.

Wir fahren eine etwas andere Strecke, doch auch das bringt keine größere Anzahl an Tieren.

Ein Elefantenweg. Für so große Tiere recht schmal, aber Elefanten gehen meistens in einer Reihe hintereinander.

Schließlich nähern wir uns dem Punkt, an dem wir den Löwen gesehen haben. Tatsächlich, jetzt liegen gleich zwei männliche Tiere direkt am Weg in den Büschen.

Hier zwei Bilder, wie nah wir wirklich dran sind.

Wir bleiben stehen und machen jede Menge Bilder.

Es ist sehr heiß und da liegt man einfach nur faul herum. Aber auch die stärksten Löwen müssen ab und zu ganz schön hecheln, um genug Kühlung zu bekommen…

Der männliche Teil des Teams lässt den Motor laufen, obwohl wir bestimmt 10 Minuten dort stehen und fotografieren. Der weibliche Teil des Teams versteht es nicht ganz, da sie uns hier in Beule ja eigentlich nichts tun können… Doch dann weißt er auf das Problem mit dem Anlasser hin. Er möchte hier nicht wirklich aussteigen, um mit dem Hammer nachzuhelfen… Ja ok, das verstehe sogar ich.

Als der vordere Löwe dann doch aufsteht, beschleunigt sich der Herzschlag schlagartig, die Fenster werden schnell hochgekurbelt… Doch er überquert nur ganz gelassen den Weg und legt sich auf der anderen Seite wieder ab.

Und jetzt noch mal kurz zu unseren Fußabdrücken von vor ein paar Tagen…

Könnte passen…
Nochmal ein kurzer Blick und dann geht es weiter.

Wir sehen Elefanten, die sich gerade an den Bäumen zu schaffen machen…

Wir sehen eine „Glücks-Giraffe“

und fotografieren eine Giraffengruppe. Erst später beim anschauen der Bildern stellen wir fest, dass im Hintergrund ein Elefant zu sehen ist…

Am späten Nachmittag sichten wir noch ein paar Tiere.

Wir sind schon um 16:50 Uhr in der Nähe zum Ausgang

und bleiben deshalb einfach an einem Wasserloch stehen.

Hier gibt es Nilpferde zu sehen,

ein getarntes Krokodil,

hübsche Kudus,

einen schaurigen Marabu (Undertaker) und andere Vögel.

Dann fahren wir im Sonnenuntergang über die Brücke vom Luangwa…

Jetzt wird es auch bald dunkel und so fahren wir zum „Wildlife Camp“ zum Übernachten. Kurz vorm Ziel gibt es dann noch mal Giraffen zu sehen…

Wir stehen hier mit direktem Blick auf den Fluss und beschließen, auch den kommenden Tag noch hier zu verweilen. Ein sehr guter Entschluss, wie sich am nächsten Mittag herausstellt…

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